Es hat einen Namen:
Akne Inversa.
Einen Namen dafür zu haben, verändert alles. Akne Inversa ist eine chronische Hauterkrankung, die mit Entzündungen einhergeht. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe an und verursacht schmerzhafte Beulen und Knoten unter der Haut.
Diese entstehen meist dort, wo Haut auf Haut reibt, zum Beispiel in den Achselhöhlen, in der Leiste, an den Innenseiten der Oberschenkel oder am Gesäß. Akne Inversa ist nicht ansteckend und nicht die Schuld der betroffenen Person.
Kommt dir das bekannt vor? Kleidung mehrmals täglich wechseln, weil es an bestimmten Stellen schmerzt? Schmerzen beim Sitzen? Beschwerden, die bisher keinen Namen hatten?

Wo es auftritt
Akne Inversa betrifft meist Hautbereiche, die aneinander reiben. Am häufigsten sind die Achselhöhlen betroffen, gefolgt von der Leiste, den Innenseiten der Oberschenkel, dem Gesäß sowie der Region im Intimbereich.

Wie es sich zeigt
Schmerzhafte Beulen, die aufplatzen und immer wieder auftreten. Mit der Zeit können sie größer werden, Flüssigkeit absondern und Tunnel unter der Haut bilden, aus denen Flüssigkeit austreten kann.

Wen es betrifft
Akne Inversa betrifft bis zu 1 von 100 Menschen in Europa. Die Symptome treten am häufigsten zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, jedoch wird die Erkrankung bei Männern deutlich seltener diagnostiziert.

Zeit bis zur Diagnose
Es kann 7 bis 12 Jahre dauern, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Akne Inversa wird häufig mit Akne, Zysten oder wiederkehrenden Furunkeln verwechselt. Die meisten Betroffenen suchen drei oder mehr Ärztinnen und Ärzte auf, bevor sie die richtige Diagnose erhalten.








